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Gemeinde Riedering  |  E-Mail: info@riedering.de  |  Online: http://www.riedering.de

Wasserabgabesatzung und Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung vom 18.05.2021

Wassergebühren steigen seit 2013 erstmalig

 

Zum 01.01.2013 wurden zuletzt die Wassergebühren erhöht. In den vergangenen 8 Jahren stiegen jedoch die Ausgaben im Zusammenhang mit der Wasserversorgung weiter, so dass zuletzt erhebliche Verluste beim gemeindlichen Wasserwerk zu verbuchen waren. Darum wurden die Gebühren nun von einem Fachbüro neu kalkuliert. Der Gemeinderat hat diese Kalkulation im Vorfeld zur Satzungsänderung mehrfach beraten, es wurden noch geringe Modifizierungen vorgenommen, um den Gebührenanstieg etwas zu reduzieren. Letztlich müssen aber nach den gesetzlichen Vorgaben die Gebühren kostendeckend sein. Somit hat der Gemeinderat in der Sitzung im Mai die neue Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung beschlossen.

 

Danach steigt die Grundgebühr auf 110,00 €/Jahr und die Verbrauchsgebühr auf 1,61 €/m³.

 

Der Gemeinde und den Gemeinderäten ist bewusst, dass diese neuen Gebühren einen massiven Anstieg bedeuten. Allerdings wurde im Vorfeld auch beschlossen, dass die Verluste der vergangenen Jahre nicht in die neue Gebühr eingerechnet werden, was rechtlich zwar möglich wäre aber die Gebühr noch massiver gesteigert hätte.

 

Im Zusammenhang mit der Wassergebühr stellen sich immer wieder einige Fragen, die wir hier gleich versuchen zu beantworten:

 

Ab wann gilt diese neue Gebühr?

Die neue Gebühr gilt ab dem 01.01.2021. Das bedeutet, die Gebührenabrechnung für das Jahr 2020 wird jetzt noch mit dem alten Preis erstellt. Nur die Vorauszahlungen für das Jahr 2021 werden bereits angepasst, damit Sie nicht zu hohe Kosten mit der Abrechnung für 2021 zu zahlen haben.

 

Wie viel kostet dann ein Liter?

Wasser wird immer im m³ (Kubikmeter) abgerechnet, weil alle Wasserzähler auf diese Maßeinheit geeicht sind. Ein m³ sind 1.000 Liter. Das bedeutet, der Preis für das frische Wasser, das täglich jederzeit im Haus zur Verfügung steht, liegt ab heuer bei 0,00161 €/Liter.

 

Wie viel muss ich dann mehr zahlen?

Bei einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 40m³/Person (=40.000 l/Person) beträgt die Erhöhung rund 66 €/Jahr (inkl. Grundgebühr und MwSt.), das entspricht 5,50 €/Monat.

Für 1 Euro bekommt man bei der Gemeinde 621 Liter Wasser ins Haus geliefert, im Supermarkt ca. 5 Liter.

Übrigens: Trinkwasser der Wasserversorger (meist Gemeinden) werden strenger kontrolliert, als Mineralwasser.

 

Warum sind die Wassergebühren der Gemeinden so unterschiedlich?

Jede Stadt oder Gemeinde muss die Gebühr selbst berechnen. Dabei müssen alle Kosten gedeckt sein, es darf aber kein Gewinn mit dem Wasserverkauf gemacht werden. Allerdings sind die Voraussetzungen in jeder Gemeinde unterschiedlich. Durch die geografische Situation der Gemeinde mit einer großen hügeligen Fläche und dennoch relativ wenigen Wasseranschlüssen ist der Bau und Unterhalt der Infrastruktur bei uns erheblich teurer, als in städtischen Gemeinden. Durch die Große Fläche und die vielen kleinen Ortsteile sind sehr lange Wasserleitungen erforderlich. Zudem benötigen wir einige Hochbehälter als Wasserspeicher, um die ununterbrochene Versorgungssicherheit gewährleisten zu können. Hier sind Gemeinden mit wenigen größeren Ortsteilen im Vorteil, weil sie mit kurzen Leitungen viele Bürger erreichen. Entsprechend sind deren Kosten dann niedriger, also auch der Wasserpreis.

 

Wie ist im Vergleich der Durchschnittspreis in Deutschland?

Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei 2 €/m³, damit liegen wir noch rund 0,4 € unter dem Durchschnitt.

 

Warum gibt es eine Grundgebühr?

Die eben beschriebenen Kosten für die Wasserleitungen, Hochbehälter etc. fallen an unabhängig wie viel Wasser tatsächlich von den Bürgern benötigt wird, selbst wenn mal angenommen gar kein Wasser gebraucht würde. Um zumindest einen anteiligen Betrag für diese festen Kosten verbrauchsunabhängig zu bekommen, ist eine Kombination von Grund- und Verbrauchsgebühr sinnvoll. Ansonsten wäre die Verbrauchsgebühr noch erheblich höher.

 

Wenn der neue Brunnen gebaut wird, steigt die Gebühr dann weiter?

Der Bau eines neuen Trinkwasserbrunnens zur Wassergewinnung, ist in diese Kalkulation bereits mit einbezogen, ebenso die anstehenden Sanierungen der verschiedenen Hochbehälter.

 

Warum darf die Gebühr nicht niedriger sein?

Das kommunale Haushaltsrecht schreibt vor, dass zunächst alle Kosten, für die Bürger eine Gegenleistung erhalten, aus entsprechenden Gebühren zu zahlen sind. Zudem ist vorgeschrieben, dass sogenannte „kostenrechnende Eirichtungen“ wie z.B. das Wasserwerk kostendeckend geführt werden müssen. Also müssen alle Kosten durch Gebühren gedeckt sein. Das ist wichtig, um die finanzielle Leistungsfähigkeit einer Gemeinde sicherzustellen. Nur dann stehen die Steuereinnahmen vollständig für die vielen anderen Aufgaben zur Verfügung, für die keine Gebühr verlangt werden kann, die aber von der Gemeinde trotzdem erfüllt werden müssen.  Grundsätzlich ist es auch logisch, für Trinkwasser das „Lebensmittel Nr. 1“ eine Gebühr zu zahlen, da wir für alle anderen Dinge und Lebensmittel, die wir kaufen in den Geschäften auch den entsprechenden Preis zahlen müssen.

 

Macht dann die Gemeinde Gewinn mit der neuen Gebühr?

Nein. Anders als bei Gewerbetreibenden darf eine Gemeinde keinen Gewinn machen. Die Gebühr darf nur die Unkosten decken, die die Gemeinde mit der Wasserversorgung hat. Daher ist die Gebühr auch so berechnet, dass kein Gewinn entsteht, aber alle Kosten gedeckt sind.

 

 

Untenstehend finden Sie die Bekanntmachungen sowie die Satzungen zur Wasserabgabesatzung und zur Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung vom 18.05.2021.

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